LET'S TALK: NIKKI HARRIS

Gepostet am Montag, 11. Juni, 2018 von Katja Weiland von Ruville

KIND OF MINE* Let's talk

Als ich letztes Jahr im Herbst auf Instagram ein Babybauchfoto gemeinsam mit meinem Sohn postete, bekam ich - neben vielen Glückwünschen - kurz darauf auch Post von Nikki Harris. Nikki ist nicht nur eine liebe Kundin, sondern auch eine tolle Fotografin. "Hast Du nicht Lust auf ein Babybauch-Shooting?", fragte sie. Na klar, warum eigentlich nicht?

Die Zeit mit Babybauch ist mittlerweile schon drei Monate her. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht! Aber, wie Nikki auch im Interview sagt, Gut Ding braucht Weile. Und als dann unsere kleine Tochter zur Welt kam, haben wir auch gleich von ihr ein paar entzückende Fotos gemacht, die ich euch gerne zeigen möchte. Eine runde Sache also ;) 

Liebe Nikki, bitte erzähl uns zunächst von Dir. Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Ursprünglich komme ich aus der PR und habe fast zehn Jahre in einer der renommiertesten Agenturen Österreichs gearbeitet. Nach meiner Weltreise 2007 bin ich zwar wieder in meinen alten Job zurückgekehrt, aber meine Einstellung zum Leben hatte sich so verändert, dass ich einen „normalen“ Bürojob einfach nicht mehr geschafft habe. Da die Fotografie schon immer meine Leidenschaft war, erfüllte ich mir 2017 den Traum vom eigenen Studio.

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Was ist das Besondere an Schwangerschafts- und Neugeborenen-Fotografie?

Nachdem ich mich entschlossen hatte, mich professionell der Fotografie zu widmen, habe ich im Juli 2017 mein Studio übernommen und mich auf Newborn-, Baby- und Schwangerenfotografie spezialisiert - aber auch auf Frauen. Mein eigentlicher Plan war es, mich auf Hochzeiten zu spezialisieren. 2016 habe ich mich dazu auch selbstständig gemacht, wurde dann aber schwanger, und habe mich dann umentschieden. Einfach weil es naheliegend ist und ich Babys so süß finde - besonders, wenn sie kleine Speckröllchen haben. Diese kleinen Menschen zu fotografieren macht mir einfach besonders viel Spaß!

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Du hast mir erzählt, dass Du relativ kurz nach der Geburt Deiner zweiten Tochter Dein eigenes Fotostudio im 2. Bezirk in Wien eröffnet hast. Klingt nach ziemlich viel Stress und guter Organisation. Wie bekommst Du alles unter einen Hut?

Ganz ehrlich? Es war schon ein enormer Stress und auch eine Belastung, da ich natürlich jeden Monat die Miete zahlen muss und neben den zwei Kids schauen muss, dass Geld herein kommt. Ein bisschen habe ich das Leben mit einem zweiten Kind und der Selbstständigkeit unterschätzt. Vor allem, da mein Mann unter der Woche im Ausland tätig ist und ich quasi eine alleinerziehende Mutter bin. Ohne die Unterstützung meiner Schwiegermutter, die extra aus Australien angereist ist und mir die ersten paar Monate viel geholfen hat, und meiner Mama, die nach wie vor einspringt, wenn meine Kinder krank sind, hätte ich das nicht geschafft. Die Selbstständigkeit mit zwei Kindern ist schon möglich, aber es gehört sehr viel Disziplin und auch Unterstützung von außen dazu.

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Kissenbezug und Überdecke von house doctor

Zurück zu Deinen Fotos: Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Skandinavisch! Mein Stil ist minimalistisch und zeitlos. Daher arbeite ich viel mit weiß und neutralen Farben. Für mich ist der Mensch wichtig - und nicht irgendwelche Requisiten, Farben oder unruhige Hintergründe. Mir sind auch aufwändige Posen nicht wichtig. Es zählen die Momente. In einer so schnelllebigen Zeit muss man sich immer wieder darauf zurück besinnen, was zählt – die eigene Familie, die Liebe, der Zusammenhalt. Den Moment einfangen und diesen für immer festhalten: Das ist es, was die Fotografie besonders macht. Ich möchte gerne, dass sich meine Kunden bei mir wohlfühlen und sich entspannen. Denn nur so entstehen authentische und natürliche Portraits. Ganz nach dem Motto des Fotografen Edward Steichen: „A portrait is not made in the camera but on either side of it.“

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Fotografierst Du Deine schwangeren Kundinnen und Paare lieber in- oder outdoor?

Das kann ich gar nicht so beantworten. Ich liebe beides. Aber zur Abwechselung mache ich schon auch gerne Fotos draußen. Ich freue mich daher auf die schönere Jahreszeit und finde vor allem Familienfotos draußen am schönsten.

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In Deinem Studio hast Du ja einen Fundus an wunderschönen Kleidern für die Großen und Kleinen parat. Können Deine Kundinnen aber auch ihre eigenen Kleider mitbringen?

Ja, natürlich. Das mag ich sogar! Ich freue mich immer, wenn Kundinnen ihre eigenen Sachen mitbringen. Das schafft Abwechslung. Meine Kleider fotografiere ich sowieso andauernd. Ich bin gerade dabei einen Styleguide zu entwickeln und werde auch bald Kleidungsvorschläge auf Pinterest haben. Aber Gut Ding braucht Weile, vor allem mit zwei Kids. Da geht alles nicht so schnell, wie man sich das oft wünscht.

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Ich kann mir vorstellen, dass Eltern bei dem ersten Shooting mit ihrem Baby vielleicht etwas nervös sind. Wie sorgst Du für eine entspannte Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlen?

Ich habe ja selber zwei Babys auf die Welt gebracht und weiß, wie es am Anfang ist. Viele Eltern sind sicher etwas überfordert mit der ganzen Situation. Man kennt ja das Baby noch nicht wirklich, weiß nicht, wie man es angreifen soll. Ich versuche eine ganz entspannte Atmosphäre in meinem Studio zu schaffen. Die Eltern bekommen zuerst einmal einen Kaffee und können auf meiner Couch relaxen und ich kümmere mich um ihr Baby. Sie können aber natürlich jederzeit dabei sein und zuschauen. Alles ganz entspannt! Manche Eltern schlafen sich bei mir sogar aus ;). Ich zeige ihnen auch ein paar Tricks, wie man ein Baby gut beruhigen bzw. zum Schlafen bringen kann. Alle Eltern gehen nach dem Shooting entspannt nach Hause.

Das kann ich nur bestätigen: Während die Kleine fotografiert wurde und sich unser Sohn über die Snacks von Nikki hergemacht hat, lagen wir Eltern auf dem Sofa herum. Ein herrlicher Vormittag!

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Die Fotos und der Blogbeitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Nikki Harris Studio. Nikkis Fotos gefallen mir persönlich sehr gut, ansonsten hätte ich sie euch hier nicht gezeigt. 

 


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