EINE WOHNGESCHICHTE

Gepostet am Mittwoch, 07. Dezember, 2016 von Katja Weiland von Ruville

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Eure Reaktion auf den letzten Hausbesuch bei Sophie von sophielgutes hat mich wirklich umgehauen. Der Beitrag hat alle Klick-Rekorde gebrochen und wurde bis jetzt am häufigsten gelesen. Ein großes Dankeschön dafür! Für mich ist es aber auch gleichzeitig ein Zeichen, dass euch Wohngeschichten besonders interessieren. Geht mir genauso. Ich liebe es, durch schöne Interior-Strecken zu blättern und die ein oder andere Inspiration für zu Hause mitzunehmen. Oder mal kurz vom hyperdurchgestylten Loft oder Landhaus zu träumen - und gleichzeitig zu wissen, dass ich das eigentlich gar nicht will und bin. Aber träumen, das darf man. Oder einfach mal vor Neid platzen. Muss auch mal sein. 

Heute möchte ich euch die neue Rubrik Eine Wohngeschichte vorstellen, in der es um Häuser und Wohnungen geht, die ich ganz besonders mag und die auch hoffentlich euch staunen lassen. Den Anfang macht das Fredensborg House, das von Norm Architects, die unter anderem auch unsere beliebten Salz- und Pfeffermühlen "Bottle Grinder" von Menu entworfen haben, im Jahr 2010 umgebaut wurde.

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Denn eigentlich ist das Fredensborg House viel älter: Geplant wurde die gesamte Fredensborg Siedlung, die nördlich von Kopenhagen liegt, von dem dänischen Architekten Jørn Utzon. Noch nie von ihm gehört? Aber ihr kennt ihn bestimmt alle - denn Utzon wurde durch den Bau des Sydney Opera House berühmt. In den Jahren 1962 bis 1963 plante er also die ländlich und ruhig gelegene Anlage, die für Dänen gedacht war, die lange im Ausland gearbeitet hatten - und nun als Pensionisten in ihr Heimatland zurückkehren. 

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Ganze 47 Jahre später wurde das Fredensborg House von dem dänischen Design- und Architekturbüro Norm Architects modernisiert. Die fünf Wohnebenen - nur durch ein paar wenige Stufen voneinander getrennt - gehen fließend ineinander über, die Holzdielen sowie die Raumhöhe und die nicht ganz verputzten Backsteinwände vermitteln eine minimalistische aber dennoch warme Atmosphäre. 

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Erdige Töne und der Kontrast von Schwarz und Weiß lassen das gesamte Haus leicht, hell und lichtdurchflutet erscheinen. Die offene Raumarchitektur und die bereits oben erwähnten Backstein-Wände haben es mir besonders angetan. 

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Fotos: Jonas Bjerre-Poulsen


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